Am Samstagnachmittag, 14. März 2026, fand die 107. Generalversammlung des OVBL statt. Als festlicher Auftakt war eine Vorführung der Orgel in der Kirche von Tenniken BL angekündigt worden. Pfr.Dr.theol. Ulrich Dällenbach hiess die OVBL-Mitglieder in der Kirche herzlich willkommen. Er erzählte von der Orgelrevision durch Rolf Emmenegger, die im Jahr 2022 stattfand und erfreulicherweise zu einem grossen Teil durch Einnahmen an Konzerten von Diego Arès hatte finanziert werden konnte. Die Orgel in der Kirche von Tenniken war 1974 durch die Orgelbaufirma Armagni & Mingot (Lausanne) erbaut worden.
Wegen eines technologischen Missgeschicks bei der Terminplanung traf der Organist Diego Arès, der den OVBL-Mitgliedern die Orgel hätte vorstellen sollen, nicht in der Tenniker Kirche ein. Spontan setzte sich Thomas Schmid an die Orgel und stellte den Anwesenden die zwölf Register und deren Kombinationsmöglichkeiten anhand kurzer Werke des Nürnberger Komponisten Johann Staden (1581-1634) vor, die er zufällig bei sich trug. Staden begründete die sogenannte „Nürnberger Schule“ und machte Nürnberg zu einem musikalischen Zentrum des Frühbarocks. Später wirkte auch Johann Pachelbel (ab 1695, als Nachfolger Georg Caspar Weckers in St. Sebald) als Organist, Kammermusiker und Komponist in Nürnberg.
Im wohnlich eingerichteten Saal des Landgasthofs Hard in Zunzgen folgte der administrative Teil der Generalversammlung. OVBL-Präsident Christian Datzko hiess die Anwesenden willkommen und informierte über die Gespräche mit VertreterInnen der Ref. Kantonalkirche, die stattgefunden hatten, und die von der Ref. Landeskirche im Kanton Baselland empfohlene Erhöhung der Entlöhnung für stellvertretende OrganistInnen wie auch über die Empfehlung des Kirchenrats zuhanden der Kirchgemeinden, ihre OrganistInnen auch bei Kleinstpensen in die Pensionskasse „Musik und Bildung“ aufzunehmen, damit sie später eine Pension erhalten.
Beat Schmid informierte über die Jahresrechnung 2025 und das Budget für 2026. Die Rechnungsrevisoren haben die Buchführung geprüft und gebilligt. Die Anwesenden gedachten dreier kürzlich verstorbener OrganistInnen der Region: Dieter Stalders, der jahrelang als Präsident des OVBL gewirkt und an seinem Wohnort in Liestal ein einzigartiges Museum für Harmonien und Orgeln errichtet hat, Barbara Katz‘ (Organistin in der Basler St. Jakobskirche) und Hans-Peter Aeschlimanns, der das Musikleben der Region jahrzehntelang mitgestaltet und zahlreiche Orgelreisen organisiert hat, deren aktive TeilnehmerInnen jeweils auf den besuchten historischen Orgeln von lokalen Experten instruiert wurden und eigenhändig einige Werke spielen durften. Christian Datzko las den Anwesenden die von Dieter Stalder verfasste Würdigung des Lebens von Dieter Stalder vor.
Die Leitung der Wahlen und das Zählen der Stimmen übernahm die Kirchenratspräsidentin Regine Kokontis, die den OVBL mit ihrer Anwesenheit ehrte. Der Vorstand des OVBL wurde in globo wiedergewählt. Erfreulicherweise stellten sich zwei neue Mitglieder für die Mitarbeit im Vorstand des OVBL zur Verfügung: Margret Föppl, Blockflötendozentin an der Musikschule der Schola Cantorum Basiliensis und für das Ressort Musik zuständiges Mitglied der Ref. Kirchgemeinde Arlesheim, und Pfrn. Dorothee Löhr, seit 2025 Pfarrerin in Reigoldswil und aktives Mitglied der Münsterkantorei. Als neue Rechnungsrevisorin stellt sich Dr. Susanne Müller aus Ziefen, Organistin in Rümlingen, zur Verfügung. Mehrere OVBL-Mitglieder wurden für ihre jahrzehntelange Verbandstreue geehrt und erhielten eine Flasche Rotwein.
In Zukunft soll wieder ab und zu ein informelles Treffen – ein sogenannter „Höck“ – für OVBL-Mitglieder stattfinden. Das erste Treffen findet am 27. Mai 2026 um 18 Uhr im Restaurant Sichternhof (Sichternhof 48, 4410 Liestal) statt.
In kollegialer und herzlicher Atmosphäre genossen die Versammelten ein wohlschmeckendes Abendessen im Landgasthof Hard in Zunzgen.

